Die passende Ernährung für den Hund

Der Hund gilt schon seit vielen Jahren als bester Freund des Menschen. Die Anschaffung der Tiere sollte jedoch immer gut durchdacht sein, denn neben den täglichen Spaziergängen, dem Spielen, Toben und Kuscheln kommen noch viele weitere Aufgaben auf Hundehalter zu. Ein besonders wichtiges Thema ist die Ernährung der Tiere. Jedoch ist die richtige Hundeernährung kein Kinderspiel, sondern wird eher als Wissenschaft bezeichnet. Bei der Auswahl von dem passenden Hundefutter für seinen Liebling kommt es auf sehr viele unterschiedliche Kriterien an, damit schlussendlich das Tier artgerecht ernährt wird und mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden kann.

 

Alle Hunde sind individuell – auch bei der Ernährung

Die Hunde unterscheiden sich nicht nur in ihren individuellen Charakteren und den Vorlieben, sondern auch beim Futter. Im Klartext bedeutet das, dass selbst Hunde innerhalb einer Rasse ganz unterschiedliche Ansprüche an ihre Ernährung haben. Es ist wichtig, genau dieser Ansprüche und Bedürfnisse kennenzulernen, um diese auch erfüllen zu können. Eine fehlerhafte Fütterung der Tiere kann auf mehrere Jahre betrachtet schwerwiegende Folgen mit sich bringen. Aus diesem Grund ist es wichtig, immer auf eine bedarfsgerechte Nährstoffzusammenstellung zu achten, wobei es keine Rolle spielt, ob es sich bei dem Hundefutter um Trockenfutter, Nassfutter oder aber um BARF handelt.

Bei kaum einer anderen Säugetierspezies sind so viele Variationen zu finden wie bei den Hunden. Kein Wunder, denn es beginnt bei einem 1 Kilogramm schweren Chihuahua und endet bei einem 90 Kilogramm schweren Mastiff. Doch nicht nur im Körpergewicht und dem Aussehen der Hunde sind zahlreiche Unterschiede zu finden. So hat jeder und ganz unterschiedliche Ansprüche an seine Ernährung und die darin vorkommenden Inhaltsstoffe.

Die Hauptbestimmungsfaktoren bei der Hundeernährung

  • Hunderasse
  • Größe der Tiere
  • Alter des Tieres
  • Geschlecht vom Hund
  • Aktivität (inklusive Zuchtnutzung)
  • Aktueller Ernährungszustand
  • Das Gewicht des Hundes
  • Eventuelle Unverträglichkeiten gegenüber einzelnen Inhaltsstoffen
  • Eventuelle Erkrankungen oder gesundheitliche Prädispositionen (hängen ebenfalls oft von Rasse und Größe der Hunde ab)

Der Nährstoffbedarf der Hunde

Selbst beim Umschauen innerhalb einer Hunderasse wird schnell klar, dass auch hier unterschiedliche Nährstoffbedarfe für die Tiere bestehen. Im Folgenden ein paar Beispiele, durch was der Nährstoffbedarf von einem Hund ausgezeichnet wird:

Die Rasse

Angesichts der Rasse weist ein Hund ganz unterschiedliche körperliche Merkmale auf. So verhält sich zum Beispiel der Energie- und Nährstoffbedarf der Tiere nicht proportional zu ihrem Körpergewicht. Das bedeutet also, dass größere und schwerere Tiere mehr Energie und mehr Calcium brauchen als die kleinen Hunde. Allerdings ist auch das Nährstoffverhältnis zueinander sehr verschieden. Es reicht also nicht aus, einem größeren und schwereren Hund einfach nur mehr Futter zu geben. Verwenden Hundehalter also für den großen und den kleinen Hund das gleiche Standardfutter und passen ausschließlich die Futtermenge an, so kann es zwar sein, dass der Energiebedarf gedeckt wird, jedoch kommt es erfahrungsgemäß schnell zu anderen Unter- oder Überversorgungen an unterschiedlichen Nährstoffen. Das kann wiederum schnell zu weiteren Problemen, wie Haut- und Fellproblemen, Blasensteinen oder aber Wachstumsstörungen bzw. Gelenkschmerzen führen.

Das Alter der Hunde

Besonders bei den Junghunden spielt die Rasse ein Sachen Nährstoffversorgung eine besonders wichtige Rolle. So brauchen größere Hunderassen länger, um ihre Endgröße zu erreichen und befinden sich daher auch über einen längeren Zeitraum in der Wachstumsphase. Das bedeutet auch, dass sie spezielles Futter benötigen und somit eine andere Ernährung als ausgewaschene Tiere. Wichtig ist es jedoch, dass die Fellnasen gleichmäßig wachsen, sodass Entwicklungsstörungen von Anfang an vermieden werden. Besteht eine Überversorgung an Energie oder Calcium, so wird das Wachstum der Tiere beschleunigt und mehr als nötig unterstützt. Das Tier würde also zusätzlich zu schnell wachsen. Das wiederum kann schlimme Folgen mit sich bringen. So kann es unter anderem zu einer klinischen HD bzw. einer klinischen ED kommen und auch weitere Gelenkprobleme, welche bei der richtigen Ernährung nicht aufgetreten wären, kommen so häufiger vor.

Ältere Hunde können durch passende Nahrungsergänzung und - falls nötig - mit Unterstützung von Schmerzmitteln und Entzündungshemmern bis ins hohe Alter gesund und aktiv bleiben.

Die Aktivität der Hunde

Auch in ihrer Aktivität unterscheiden die Tiere sich natürlich sehr stark voneinander. So werden Hunde nicht nur als Familienhund gehalten. Es gibt auch die sogenannten Gebrauchshunde, wie zum Beispeil den Polizeihund oder Jagdhunde. Wissenschaftler bezeichnen das als Aktivitäts- und Nutzungsgrad, welche natürlich bei der Wahl des Futters sowie der Futtermenge ebenfalls mit berücksichtigt werden müssen. Logischerweise brauchen hier aktive Hunde mehr Energie, sodass Hundehalter zu energiereichem Futter greifen sollten. Eine Anhebung der Futtermenge wäre also auch hier auf keinen Fall zu empfehlen, da erneut Überversorgungen auftreten würden. Bekommen die Tiere zum Beispiel zu viel Protein, so kann es schnell passieren, dass sich dies vermindernd auf die Leistung auswirkt.

Die Gesundheit der Tiere

Erkrankungen von Tieren können ein Grund falscher Ernährung sein. Das trifft vor allem auf Übergewicht oder Harnsteine zu, wobei diese Probleme durch eine Ernährungsumstellung wieder in den Griff zu kriegen sind. Andere Erkrankungen hingegen müssen mit speziellen Medikamenten behandelt werden, benötigen aber ebenfalls eine angepasste Fütterung, damit der Heilungserfolg nicht zu lange auf sich warten lässt. So ist es zum Beispiel auch nicht selten, dass die verschiedenen Inhaltsstoffe die unterschiedlichen Organe bei dem Stoffwechsel unterstützen können. Dabei ist es natürlich wichtig, sich direkt beim behandelnden Arzt beraten zu lassen, welcher nun in der Regel auch genau weiß, welches Futter welcher Marke dafür in Frage kommt und auf was Hundehalter zu achten haben.

Die bedarfsgerechte Fütterung mit unterschiedlicher Nahrung

Die Wissenschaft hat bezüglich der Veterinärmedizin sowie in der Diätetik, also in der Wissenschaft der Ernährung, erhebliche Fortschritte gemacht. Aus diesem Grund ist der Nährstoffbedarf der Hunde nun endlich bekannt und kann von Hundehaltern optimal umgesetzt werden. Es ist also immer sehr wichtig, den Nährstoffbedarf der Tiere zu kennen und dementsprechend das Futter auszuwählen, wobei natürlich anschließend die einzelnen Rationen so ausgewählt werden müssen, dass die Tiere alle wichtigen Nährstoffe bekommen. So spielt die Futterart an sich keine große Rolle, denn egal ob BARF, Trocken- oder Nassfutter, es kann immer eine passende Ration gefunden werden. Es ist jedoch nie verkehrt, sich den Rat eines Experten zu holen, um den genauen Nährstoffbedarf der Tiere zu bestimmen, denn es kommt natürlich nicht nur auf Energie und Calcium, sondern ebenfalls auf die Vitamine, Proteine und weitere Nährstoffe an.

Fazit

Jeder Hund ist einzigartig und ein echtes Unikat. Das betrifft nicht nur sein Verhalten, sondern auch seinen Alltag und dem damit verbundenen Bedarf an unterschiedlichen Nährstoffen. Wichtig ist es als Halter, diesen zu ermitteln, den eigenen Hund genau zu kennen und sich bei Bedarf auch einfach mal beraten zu lassen. Mit dem passenden Futter, welches eine optimale Zusammensetzung der verschiedensten Inhaltsstoffe aufweist und der richtigen Tagesration steht einem gesunden und artgerechten Leben des neuen Familienmitglieds nichts mehr im Weg.